Dr. Walter Richter - Biografie

W. Richter wurde am 16.6.1904 in Crimmitschau geboren. Nach seiner Schulzeit von 1912-1918 absolvierte er die Lehre im väterlichen Betrieb.

Von 1924-28 führten ihn die Wanderjahre an vier verschiedene Stätten in Deutschland. Nach der Rückkehr wendete er seine Kenntnisse besonders bei tropischen Gewächsen an.

1934 Hochzeit mit Frau Käte und Hausbau am Betrieb.

1936 erhielt er den Titel Gartenbaumeister. In den 30er Jahren begannen die Züchtungen und Aussaaten von Orchideen. Zuerst auf symbiotischem Weg, nach der Begegnung mit Prof. Burgeff auf asymbiotischem.

Die Züchtungsarbeit bei Orchideen und Bromelien wird unausgesetzt fortgeführt

bis 1989.

1941 wurde Tochter Heidi geboren.

1942 erfolgt trotz UK Stellung die Einberufung in den Krieg.

1944 wird Tochter Almut geboren. Im gleichen Jahr stirbt Richters Vater, so dass er zurückkehren und die väterliche Firma übernehmen kann.

1945 sichert er durch die Einbeziehung in die Reparationszahlungen eine begrenzte Glasfläche mit tropischen Pflanzen.

Bis 1955 ist W. Richter Mitglied im VdGB und verantwortlich für Gartenbau im Gebiet der DDR, außerdem Mitglied der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften.

In den 50er Jahren konnte auch die Glasfläche vergrößert werden, aber die größten Schwierigkeiten gab es bei der Versorgung mit Heizmaterial.

1963 wird im Kulturbund der DDR der zentrale Arbeitsausschuss Orchideen und die Fachgruppe in Zwickau gegründet.

1964 erfolgt die Zuerkennung des Titels Gartenbauingenieur durch die Ingenieurschule in Pillnitz.

1961 wird ihm durch das Ministerium der Titel „Verdienter Züchter“ verliehen.

1967 muss W. Richter zwangsweise staatliche Beteiligung aufnehmen.

1967 ist der Beginn eines Augenleidens.

Trotz der Verstaatlichung des Betriebes 1972 bleibt er Betriebsleiter.

Von 1972-84 ist W. Richter der Leiter der Erzeugnisuntergruppe Orchideen in der Vereinigung der Gartenbaubetriebe der DDR.

1983 wird der Betrieb mit dem VEG Gartenbau Mosel zusammengelegt. Damit endet seine Leitungstätigkeit, das Arbeitsende ist ein Jahr später.

1984 erhält W. Richter die Ehrendoktorwürde der HU Berlin und wird Ehrenbürger von Crimmitschau. Seine Erblindung schreitet immer weiter fort.

Trotz dieser für ihn schlimmsten Krankheit, setzt er seine schriftstellerische Tätigkeit fort.

Seit 1952 entstanden ca. 10 Bücher, unzählige Artikel in verschiedenen Zeitschriften und viele Vorträge.

Im Oktober 1995 erhält Dr. W. Richter die Ernst Schöder Medaille des Deutschen Gartenbaus.

Am 20.2.1997 stirbt Dr. hc Walter Richter in Crimmitschau.

Zwei neuentdeckte Pflanzen wurden nach ihm benannt:

Tillandsia walter-richteri Weber und Pleurothallis richteri H.Dietr.

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